RECHTSANWALT

Thomas Richter

(vormals: Rosental 10, 80331 München)
Tel.: 089 / 489966-58, Fax.: 089 / 489966-59
rarichter@mchn.de


Es werden derzeit keine neuen Mandate angenommen!










seit 15.09.2014:

Rechtsanwalt Thomas Richter
Gewürzmühlstr. 11
80538 München

(Altstadt | Zentrum)



Anwalt München » Familienrecht » Umgangsrecht

Umgangsrecht

Das Umgangsrecht berührt einen Teilbereich der elterlichen Sorge. Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil. Zum Umgangsrecht gehören auch Briefkontakt und Telefonkontakt. Der Anspruch auf Umgang stellt einen gerichtlich durchsetzbaren Anspruch des Kindes dar. Demgegenüber hat grundsätzlich jeder Elternteil die Pflicht zum Umgang mit dem Kind. Schließlich hat aber auch jeder Elternteil die Berechtigung zum Umgang mit seinem Kind. Auch weitere Personen können einen Anspruch auf Umgang haben (insbesondere Großeltern, der soziale Vater oder die soziale Mutter). Es kommt dabei nicht darauf an, wer die elterliche Sorge (Sorgerecht) innehat. Eine zeitweise Einschränkung oder ein zeitweiser Ausschluß vom Umgangsrecht ist nur möglich, soweit dieses dem Wohl des Kindes dient. Das Umgangsrecht darf für längere Zeit oder auf Dauer nur ausgeschlossen werden, wenn anderenfalls das Wohl des Kindes gefährdet wäre. Das Umgangsrecht ist gerichtlich (auch ohne Rechtsanwalt) einklagbar. Eine massive Vereitelung des Umgangsrechts (Umgangsvereitelung) kann im Einzelfall zu einem Verlust von Anspruch auf Unterhaltfür sich selbst (nicht auf Kindesunterhalt) führen, es kann als Versagen der Ausübung der elterlichen Sorge angesehen werden. Bei besonders gravierenden Fällen kann die Umgangsvereitelung zu dem Entzug der elterlichen Sorge führen. Ein Elternteil kann sich nach § 235 StGB strafbar machen, wenn er dem anderen Elternteil das Kind trotz gerichtlich festgesetzter Umgangstermine den Umgang vereitelt und damit das Kind entzieht (Kindesentzug).

Archiv zum Thema: Umgangsrecht

Verwaltungsgericht Minden, 6 K 1776/09 | Häusliche Hilfe (Elternassistenz) für Mutter mit Behinderung

München, den 17. April 2012
- Umgangsrecht | Eltern mit einer eigenen Behinderung sollten sich im Zusammenhang mit einem sich anbahnenden Sorgerechtsstreit oder einer Streitigkeit wegen Umgang (sei es mit dem Jugendamt, sei es mit gem Partner) prüfen, ob nicht ein Anspruch auf eine Eingliederungshilfe besteht, welche die Vorwürfe bestimmter Nachteile ausgleichen könnte.

... lesen
zurück | Anwalt München | Familienrecht | Sorgerecht | Umgangsrecht

PM EGMR v. 15.09.2011- 17080/07 | Zum Umgangsrecht eines Vaters mit seinem leiblichen Sohn

München, den 19. September 2011
- Umgangsrecht | Die Pressemitteilung des EGMR v. 15.09.2011 zur Beschwerde in Sachen Schneider gegen Deutschland - 17080/07 - betreffend Umgangsrecht eines Vaters mit seinem mutmaßlichen Sohn wird nachfolgend wiedergegeben.

... lesen
zurück | Anwalt München | EGMR | Familienrecht | Umgangsrecht

PM EMGR | Umgangsrecht biologischer Vater wird über Artikel 8 der EMRK gestärkt

München, den 23. Dezember 2010

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat über die Weigerung der deutschen Gerichte, dem Beschwerdeführer Umgang mit seinen leiblichen Kindern zu gewähren, mit denen er nie zusammengelebt hat, entschieden und dazu u.a. gemäß der nachfolgend wiedergegebenen Pressemitteilung ausgeführt:

“Der Gerichtshof befand, dass die Entscheidungen der deutschen Gerichte, Herrn Anayo den Umgang mit seinen Kindern zu verwehren, einen Eingriff in seine Rechte aus Artikel 8 darstellten. Da er mit den Zwillingen nie zusammengelebt und sie nie kennengelernt hatte, war seine Beziehung zu ihnen zwar nicht beständig genug um als bestehendes „Familienleben“ zu gelten. Der Gerichtshof hat in seiner Rechtsprechung allerdings festgestellt, dass der Wunsch, eine familiäre Beziehung aufzubauen, in den Geltungsberich von Artikel 8 fallen kann, sofern die Tatsache, dass noch kein Familienleben besteht, nicht dem Beschwerdeführer zuzuschreiben ist. Dies war bei Herrn Anayo der Fall, der nur deswegen keinen Kontakt zu den Zwillingen hatte, weil deren Mutter und rechtlicher Vater seine entsprechenden Bitten abgelehnt hatten.”

Die Entscheidung ist aus meiner Sicht zu begrüßen. Anders als viele Kritiker sehe ich in diesen Konstellationen keinen vorrangigen sogenannten Schutz der bestehenden Familie. Die bestehende Familie kann Jahre später auseinandergehen, der wichtige Kontakt des Kindes zu seinem leiblichen Vater könnte nicht nachgeholt werden. Auch wird so die geübte Praxis leichter unterbunden, daß den Kindern schon die Kenntnis über einen leiblichen Vater vorenthalten wird und diese erst viel später oder gar nicht davon erfahren.

... lesen
zurück | Anwalt München | Familienrecht | Umgangsrecht

Umgang, Ergänzungspfleger, Umgangspflegschaft, Umgangspfleger und Regelung durch das Gericht

München, den 17. Dezember 2010

Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Entscheidung vom 17.06.2009, Az.: 1 BvR 467/09 eindeutige Aussagen zum Umgang, Ergänzungspfleger und einer Regelung durch das Gericht getätigt, welche zwar im Rahmen einer Einzelfallentscheidung ergangen sind, jedoch allgemeine Gültigkeit besitzen.

Bei einer Einrichtung einer Umgangspflegschaft ist zu berücksichtigen, dass …

... lesen
zurück | Anwalt München | Familienrecht | Umgangsrecht


archiv | Rechtsanwalt Umgangsrecht München